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Seit Jahren gliedern Serien in verschiedenen Techniken, die sich gegenseitig beeinflussen meine Arbeit. Die Themen werden dadurch variiert und miteinander verbunden. Inhaltliche und formale Aspekte wirken gegenseitig aufeinander ein und ermöglichen mir so eine stetige Weiterentwicklung, ohne die Orientierung zu verlieren. Der Anspruch, sehr Verschiedenes emotional unter einen Hut zu bringen, ohne in eine experimentelle Unverbindlichkeit zu verfallen, lenkt mein Augenmerk oft auf die Konstanten in der Arbeit. Die selben Themen und Figuren begleiten mich meistens über Jahre hinweg. Zu beobachten, wie sich ihre Bedeutung und Form über die Zeit verändern, hilft Neues, Unerwartetes zu integrieren.
Der frontale Kopf als wiederkehrendes Bildelement hat seine Wurzeln in den achtziger Jahren. In verschiedenen Themen wie «Salome», «Turmbauten» oder «Macbeth», um nur einige zu nennen, agierte er als Identifikationsfigur. Der Kopf wurde gegen Ende der neunziger Jahren zum eigenständigen Thema. In einer Serie von 27 Holzschnitten kristallisierten sich 2003 vier verschiedene Kopf-Positionen heraus, die nun, in allerdings freierer Form auch Thema dieser Ausgabe der Xylon Zeitschrift sind. Eine expressiv übersteigerte Position steht einer eher kühlen abstrakten gegenüber. Realistisch maskenhafte Gesichter werden von «Lichtlinien» überlagert. So entstehen neue Spannungsfelder, wie sie mir auch in der Komplexität des realen Lebens begegnen.

 

Kaspar Toggenburger

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